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Leider meldeten sich dieses Jahr nur 77 Teilnehmer an (im Vorjahr waren es 87 Teilnehmer in Prichsenstadt). Der Ausrichter SV Würzburg von 1865 e.V. war auf mehr Spieler vorbereitet. Das Pfarrheim der St. Josef-Kirche bot gute Spielmöglichkeiten und erfreulicherweise wurde auch das Parken auf dem Kirchplatz ermöglicht :. Die Küchenabteilung bot jedermann Gelegenheit zum Frühstück und zum Kaffee und Kuchen. Aber auch ein kleiner Imbiss oder gesundes Obst zwischendurch rundeten das Angebot ab.
Erfreulicherweise fanden sich recht schnell fünf Personen für den Turnierausschuss, doch noch erfreulicher dass dieses nie tagen musste. Wie gewohnt laufen Turniere in Unterfranken in gemütlicher Atmosphäre ab! Schiedsrichter haben lediglich Routinearbeit wie Aushänge, Auslosung, Zeitnotphase und erfreulicherweise Regelfragen am Rande einer Partie. Mirco Süß leistete mir netterweise Unterstützung und für ihn war es noch einmal Praxis zur diesjährigen anstrebten Lizenz des Nationalen Schiedsrichters.
Bereits am letzten Tag konnte Werner Zschunke die DWZ-Auswertung vornehmen und für die M1 und M2 fanden sich wieder genügend ELO-Träger zur sinnvollen ELO-Auswertung. Ich hoffe, im nächsten Jahr nehmen wieder mehr Spieler teil; Ostermontag bis Samstag heißt es dann auf zum Schach nach Rieneck. Vorher geht es z.B. schon 17.-20. Mai in Schweinfurt (ELO-Open, 10,- Euro Startgeld) oder 9. Juni in Würzburg (Jugendopen) oder 9. September in Würzburg (Hofbräu-Pokal, Schnellschach).
In der Meisterklasse 1 kontrollierte Harald Golda (SK Schweinfurt 2000) das Feld sicher. Mit vier Siegen und fünf Remis konnte er unangefochten den Meistertitel erringen. Dies gelang ihm nun schon zum vierten Male! Für den 2. Platz kamen mehrere Kandidaten in Frage, wobei die Remis-Quote doch recht hoch war. In der Schlussrunde einigte sich Sebastian Zehnter schnell mit Udo Seidens auf Remis. Auch Konstantin Kunz remisierte (gegen Thomas Steinhauser). Michael Schmid kämpfte gegen Norbert Kuhn um seine Chance auf den 2. Platz, und es sollte die längste Partie der Schlussrunde werden. Das Remis brachte ihm am Ende "nur" Platz ein. Über Platz 2 durfte sich Sebastian Zehnter vom Ausrichter SV Würzburg freuen! Dieser blieb mit zwei Siegen und sieben Remis übrigens wie Harald Golda verlustfrei.
Bei nur 16 Teilnehmern ist die Abstiegsregelung "Die Letzten Vier steigen ab" natürlich hart. Thomas Bräutigam, Jaro Neubauer, Gerhard Münch und Siegmund Müller werden sicher wieder in der M2 um den Wiederaufstieg mitspielen.
Die größten ELO-Zuwächse gehen an Sebastian Zehnter (+19,90) und Thomas Steinhauser (+18,50). Mehr als 20 DWZ gewannen Thomas Steinhauser (+28), Norbert Kuhn (+26), Sebastian Zehnter (+25) und Gerhard Münch (+24).
Sensationell das Endergebnis in der Meisterklasse 2: Johannes Arens (TSV Prichsenstadt) war erst letztes Jahr als Zweiter aufgestiegen und nach DWZ an vorletzter Stelle gesetzt. Doch dass man von DWZ noch keine Punkte hat, sondern jeder bei jeder Partie neu kämpfen muß, bewies er eindrucksvoll. Mit 3,0 aus 4 gestartet war klar, dass er höhere Ziele haben sollte alsKlassenerhalt. Wer jedoch einen Einbruch erwartete, der irrte. Mit 4,0 aus 5 konnte er noch mal zulegen und das Turnier klar für sich entscheiden; ungeschlagen bei vier Remis! Herzlichen Glückwunsch zu dieser phantastischen Leistung! Seine DWZ macht einen satten Sprung von 1689 auf 1877, d.h. +188!! Für die ELO-Halbzahl holte er gute 3,0 aus 4 gegen 1973 im ELO-Schnitt.
Spannend verlief der Kampf um die weiteren Aufstiegsplätze, wenngleich manches Mal nicht bis zum Ende gekämpft wurde. Die ersten Sechs schafften untereinander 13 Remis von 15 möglichen… Am Ende setzen sich Matthias Basel (ungeschlagen mit fünf Remis), Georg Kwossek (ungeschlagen mit sechs Remis) und Markus Susallek durch. Viel Spaß und Erfolg in der M1! Lutz Müller blieb trotz Sieg in der Schlussrunde nur der undankbare 5. Platz; ein halber Buchholzpunkt fehlte zum Aufstieg…
Bei 20 Teilnehmer (statt 28 wie im Vorjahr) fiel im diesen Jahr der Abstieg (ab Platz 17) moderat aus. Joachim Breitenbach, Dr. Michael Nahler, Wolfgang Saftenberger (Doppelter Stress durch Ausrichtung fordert halt doch seinen Tribut) und Stefan Werner können sicher wieder im Hauptturnier oben mitspielen.
Größter ELO-Gewinner war Matthias Basel (+8,50). Bei der DWZ blieb alles im Rahmen, ausgenommen natürlich der Sprung des M2-Siegers…
In dem Hauptturnier A gab es gleich zu Beginn die meisten Überraschungen. Nirgendwo gelangen weniger Favoritensiege zum Auftakt als im A-Turnier. Can Ersoez stand in der letzten Runde unter Druck, doch er schaffte es, den nötigen Sieg einzufahren und löste verdient das Ticket zur M2. Dabei leistete er Armin von der Linden (SF Zeiler Turm) noch Schützenhilfe, denn vor der Schlussrunde hatte Erich Feichtner noch den Spitzenplatz inne. Dritter wurde Johannes Elgert, der mit +85 auch am meisten an DWZ gewann. Ordentliche Zuwächse haben auch Marco Meyer (+76) und Armin von der Linden (+35) erringen können.
Beste Dame im Feld wurde Daniela Hebenstreit (SC 1926 Kahl), die sich nur 2x geschlagen musste.
Leider gab es auch in der Spitzengruppe des Hauptturniers eine hohe Remis-Quote, zum Teil natürlich ausgekämpft! So kam es denn auch dass am Ende ein Trio mit 6,0 Punkten vorne landete und nur einen halben Punkt zurück fünf Spieler auf dem geteilten 4. Platz landeten.
Feinwertungen mussten also die Entscheidungen bringen… Glücklicher B-Turniersieger wurde Christoph Staat (SK 89 Arnstein) vor Lothar Pütz und Gerd Heerlein. Der 4. Aufstiegsplatz ging an Martin Herberich.
Günther Reichel landete nur einen halben Buchholzpunkt auf dem undankbaren 5. Platz. Dabei blieb er ebenso wie Turniersieger Christoph Staat, doch schaffte er "nur" zwei statt drei Siege. Ein Freiplatz im nächsten Jahr wäre dennoch verdient, so meine persönliche Meinung.
Bei der DWZ gibt es naturgemäß die größten Zuwächse bei Jugendlichen. Maximilian Klundt (+156), Chris Walk (+136) und Heiko Richter (+130) waren herausragend. Günther Reichel darf sich noch über ein Plus von 67 DWZ freuen.
Manfred Schinkel ist zurückgetreten, nachdem er durch Autodefekt keine Fahrgelegenheit mehr hatte.
Ein Bulletin erscheint voraussichtlich im Juni, Juli. Das Heft (5,- Euro inkl. Versand) enthält alle Partien, viele Bilder und Infos zum diesjährigen Schachgeschehen in Würzburg. Für nur einen Euro mehr gibt es auch eine CD dazu und dann über 100 Bilder vom Turnier; u.a. jeder Spieler. Bestellungen sind bei Wolfgang Saftenberger möglich.
Norbert Lukas (Schiedsrichter)
Das Blitzturnier im Rahmen der diesjährigen Unterfränkischen Einzelmeisterschaften wurde ungeschlagen durch Matthias Königer (Heidingsfeld) gewonnen. Lediglich Gerd Jahrsdörfer, Horst Renner und Jürgen Schäfer konnten ihm jeweils ein Remis abnehmen. Die weiteren Geldpreise gingen an Lutz Müller und Jürgen Orlowski.
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