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Leonhard A. Walther, Ehrenvorsitzender des Unterfränkischen Schachverbandes (USV), der bis zuletzt im Kleinostheim mit seiner Ehefrau Margareta gelebt hat, ist am Freitag im Alter von 84 Jahren an einem Schlaganfall verstorben.
Walther leitete 27 Jahre lang bis 1996 als Vorsitzender den USV. In dieser Zeit nahm das unterfränkische Schach als Turnier- und Breitensport einen bedeutenden Aufschwung. Schüler- und Jugendturniere, aber auch das Damenschach, das ihm stets am Herzen lag, fand immer mehr Zustimmung. Walther verstand es auch mit Ausdauer den Schachverband Bayern in den Bayerischen Schachbund wieder zu integrieren. Mit ein Verdienst von ihm ist auch, dass Unterfranken über die höchste Schachdichte in Deutschland verfügt. Walther war ein Mensch, der stets bei den Generalversammlungen auf unterfränkischer wie auf bayerischer Ebene auf Ausgleich bedacht war. Seine Art mit Menschen umzugehen, machte ihn beliebt. Seine Loyalität wurde nie angezweifelt. Doch er wusste auch seine Meinung konsequent zu vertreten. Für seine Verdienste wurde er nicht nur vom Unterfränkischen Schachverband, sondern auch vom Bayerischen Schachbund beim Schachkongress 1994 mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Die Ehefrau von Walther, die sich ebenfalls dem Schachsport verschrieben hat und auch selbst spielt und vor zwei Jahren für 35 Jahre ehrenamtliche Verbandstätigkeit einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt wurde, leitet seit einem Jahr als Vorsitzende die Geschicke des Schachverbandes Unterfranken und führt so das Lebenswerk ihres Ehemannes weiter.
Die Beerdigung fand im engsten Familienkreis statt.
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