ARTIKEL ZUM SCHLAGWORT: Einzelmeisterschaft

89. Bayerische Schach-Einzelmeisterschaft

26. August bis 01. September 2018 in Bad Kissingen

In Unterfranken finden die diesjährigen Bayerischen Titelkämpfe im Schachsport statt. Von Sonntag dem 26. August bis Samstag den 01. September gehen die Besten Denksportler Bayerns im Hotel Astoria in Bad Kissingen an den Start. Die Meisterschaften werden traditionell für Herren und Damen parallel ausgetragen. Im Neun Runden Turnier nach Schweizer System werden die Sieger am Brett ermittelt. Mit Eduard Miller vom SC Erlangen 48/88 und Oda Lorenz von SG Augsburg gehen beide Titelverteidiger ins Rennen. Bei den Herren zählen die beiden Internationalen Meister Fabian Englert (SK 1982 Klingenberg) und Christoph Singer (FC Bayern München) sowie die FIDE Meister Florian Ott (SC Erlangen 48/88) Dr. Gabriel Seuffert (SK Schweinfurt 2000) und Roland Schmid (SG Post/Süd Regensburg) zum Kreis der Favoriten. Bei den Damen kommen Barbara Niedermaier ( SC 1868 Bamberg), Katharina Mehling (SpVgg 1946 Stetten) sowie Kristin Braun (SC Jäklechemie Talente Franken) für den Titel in Frage. Neben den beiden Titeln für die Erstplatzierten gilt es auch für die jeweils zweiten sich dann für die Deutsche Schach-Einzelmeisterschaft zu qualifizieren. Für Spannung im Turniersaal in der Martin Luther Straße 1 ist also gesorgt. Zuschauer können kostenfrei die Spitzensportler bei ihrer Jagd nach Punkten beobachten. Um 09.00 Uhr beginnen die Vormittagsrunden. Um 15.00 Uhr ist Spielbeginn für die Runde am Nachmittag. Für den reibungslosen Ablauf des Turniers sind die beiden FIDE Schiedsrichter Simon Pernpeitner (SK Kelheim 1920) und Dr. Harald R. Bittner (SK 1933 Bad Neustadt) verantwortlich. Während der Titelkämpfe in der fränkischen Kurstadt wird auch ein abwechslungsreiches Begleitprogramm angeboten. Neben einer Stadtführung gibt es auch ein ELO ausgewertetes Blitzturnier in der Spielbank in Bad Kissingen. Auch eine Nachtwächter Führung und ein Turnier Simultan erwartet die Teilnehmer. Mit dem SK 1933 Bad Neustadt/Saale e.V. und Kiss Chess e.V. haben die beiden Ausrichter der Veranstaltung tolle Vorarbeit geleistet. Als Schirmherr fungiert der Oberbürgermeister Kay Blankenburg. (wms)

Tobias Kuhn dominiert – SK Klingenberg bestes Blitz-Team

Die Blitz-Meisterschaften fanden seit langer Zeit außerhalb des (heuer abgesagten) Schachfestivals statt. Die Schachfreunde der SpVgg. Stetten richteten heuer beide Titelturniere aus. Das für ELO angemeldete Turnier lag bei IA Jürgen Müller (KÖN) in bewährten Händen, auch die „Hilfs-Sheriffs“ überwachten und entschieden souverän.

Im Einzel (30  Teiln.) hatte nach 15 Runden Tobias Kuhn vom SK 1982 Klingenberg mit 14 Punkten die Nase klar vorn. Mit drei Punkten Rückstand folgte Gerhard Mehler vom SK Lohr (11)  auf dem Silberrang, vor CM Christian Schatz und FM Heiner Siepelt vom SV Würzburg 1865 mit 10½ bzw. 10 Punkten. Als beste Dame erreichte die amtierende Deutsche Meisterin FM/WIM Jana Schneider von der SpVgg Stetten den 9.Platz.

Bei den Teams gab es unter den zehn Startern drei Favoriten mit einem WZ-Schnitt oberhalb 2000, die auch die Treppchenplätze unter sich ausmachten. Im direkten Vergleich trennten sich die mit über 2200 WZ am höchsten eingeschätzten SK Schweinfurt 2000 und SK Klingenberg mit einem 2:2. Stetten III als Dritter im Bunde unterlag beiden knapp. Vorentscheidend war das Schweinfurter 2:2 gegen Stetten II, womit das Team vom Untermain um einen Zähler enteilte. Klingenberg sammelte 31 der 36 möglichen Brettpunkte und lag auch hier 2½ vor den Konkurrenten. Maßgeblichen Anteil daran hatte Meister Tobias Kuhn (im Bild rechts), der alle 9 Partien am Spitzenbrett gewann. Die Teamkameraden (v.links) Hans-Jörg Gies (Br. 4), Jürgen Wambach (3) und Klaus Kraich (2) holten mindestens 7 Zähler.

USV-Vorsitzender Harald Bittner dankte zum Abschluss den Organisatoren und Helfern. Da sich die Regeln, besonders in Blitz und Schnellschach, in den letzten 12 Monaten zweimal geändert haben, mussten sich Spieler wie auch SchiRis erst daran gewöhnen. Zur Festigung der eigenen Regelkenntnisse, empfahl Bittner die SR-Kurse, die im Sept. bis Nov. angeboten werden, auch wenn man selbst keine Ambitionen zum aktiven SR hat.

Text & Foto: HBittner (mehr …)

Senioren-Turnier bei UfrEM bereits ab Jahrgg. 1968

Da die Altersgrenzen für Senioren-Spielklassen im DSB letztes Jahr den internationalen Gepflogenheiten angepasst wurden, steht auch der Antrag, diese im USV einzuführen. Die USV-Vorstandschaft beschloss, dass in diesem Jahr – unabhängig vom Votum der Mitgliederversammlung – Schachfreunde, die heuer 50 Jahre oder älter sind/werden, in der Seniorenklasse mitspielen dürfen. Neben dem 50+ gibt es auch noch die Klasse 65+ (Jgg. 1953 u.ä.). Natürlich stehen auch die allgemeinen Klassen und M I und M II weiter offen.

Als besonderes Schmankerl hat unser Seniorenwart Wolfgang M. Schmitt in seinem Brief einige Besonderheiten festgelegt:

  • Nur 7 statt 9 Runden, nur 1 Doppelspieltag (Mittwoch)
  • Interessantes Rahmenprogramm für die freien Nachmittage
  • Klassische Bedenkzeit, damit auch „Fischer-Gegner“ teilnehmen können.
  • M2-Qualifikation für den Meister
  • Preise auch in der Klasse 65+.

Zur Anmeldung

H.Bittner

Bericht vom Würzburger Hofbräupokal 2017

Auf den Bild von rechts: Willi Dürrnagel (Stadtrat), Joseph Homi (Jugendpreis), Reiner Heimrath ( 2.Platz), Alexander Hilverda ( 1.Platz), Cornelia Steinbach ( Damenpreis), Fabian Eber (3.Platz), Klaus Klundt (Seniorenpreis) und Wolfgang Saftenberger (Turnierleiter).

Am vergangenen Wochenende hat der Schachverein Würzburg von 1865 das traditionelle Schnellschachturnier um den „Hofbräu-Pokal“ durchgeführt. Dieses beliebte Turnier, bei dem jeder Spieler eine Bedenkzeit von 20 Minuten je Partie hat, wird vom Verein nunmehr seit mehr als einem viertel Jahrhundert veranstaltet. So sind in diesem Jahr 54 Spieler aus Bayern, Hessen und Thüringen zum Kräftemessen am Schachbrett angetreten. Durch die Teilnahme von Fide-Meistern, Internationalen Meistern und eines Großmeisters war eine enorme Spielstärke zu erwarten und die Hürden zum Sieg entsprechend hoch.

Bis zur siebten und letzten Runde war Spannung geboten, da jeder Spieler vom 1. bis zum 6. Platz die Chance auf den Turniersieg hatte. Nach sieben Runden konnten die verdienten Preise verteilt werden. Durchgesetzt hat sich und wurde damit Sieger Alexander Hilverda (SC Erlangen) mit 6 Siegen aus 7 Partien. Punktgleich mit dem Sieger (aber der etwas schlechteren Buchholzwertung) landete Reiner Heimrath (SC Noris-Tarrasch Nürnberg auf dem 2. Platz. Der derzeit vereinslose aber sehr stark aufspielende Fabian Eber konnte sich durch einen Sieg im letzten Spiel Platz 3 vor dem Großmeister Henrik Teske sichern. Durch ein Remis gegen den Sieger Hilverda verpasste der durch eine Erkältung geschwächte GM Teske eine Platzierung nur denkbar knapp. Durch die sehr harmonisch verlaufene Veranstaltung und straffe Organisation konnten die angereisten Teilnehmer um 17:30 Uhr wieder ihre Heimreise antreten.