ARTIKEL ZUM SCHLAGWORT: Tunier

Eier, wir brauchen mehr Eier!

Jochen Schricker. Immer in Bewegung . Die Luft knistert. Das Brett brennt.

Wo gibt es noch echte Typen beim Schach? Beim Fußball war Oli Kahn solch ein Typ. Seine Forderung nach mehr Eiern nach einer 0:2 Niederlage bei Schalke 04 ist legendär: https://www.youtube.com/watch?v=GMnBOQAxe4c

Ein echter Typ ist auch Jochen Schricker vom SC Mainaschaff. 12 Jahre suchte man ihn bei Unterfränkischen Meisterschaften vergeblich. Heuer meldete er unverhofft seine Teilnahme und erhielt für die M 1 eine Freikarte. Das Vertrauen bestätigte er mit 4,5 Punkten aus 9 Runden und schönen Angriffspartien.

Schricker-Gould, Sailauf 2017, Schlussstellung „Springer-Läufer-Turm“

Jochen ist ein leidenschaftlicher Spieler, der sich in seine Partien reinkniet. Schlechte Stellungen gibt er nicht auf. Am Brett spürt man seine Präsenz. Er ist ständig in Bewegung. Jochen lebt Schach. Sein Spielstil ist geradlinig und kompromisslos.

In Runde 8 traf der Mainaschaffer auf Dr. Hans-Joachim Hofstetter.

Mit 14.- g5 drängt er den fesselnden Lg5 mutig zurück, ohne auf die Lockerung der Königsbauern Rücksicht zu nehmen. Nach 22.Se4 (g4!) verliert er etwas den roten Faden und die Zentrumskontrolle seiner dynamischen Stellung. 24.-Dc2?! anstelle von 24.-Dd2 bringt die Dame auf Abwege, die sich letztlich im Netz der Türme verfängt. Die Dame fällt, aber Jochen kämpft bei ungleicher Materialverteilung und schafft nach dem weißen Fehler 35.Se4? das Remis gegen den FIDE Champ. (mehr …)

Rock meets Chess 2017

Martinszell (rekö) Die fünfte Auflage des Schnellschach Turnieres „Rock meets Chess“ fand wieder guten Zuspruch. 17 Teilnehmer, darunter zwei Frauen, stellten sich der großen Herausforderung, bei Rockmusik, ein Schachturnier zu spielen. Die Spieler, zu diesem Schachmarathon, kamen aus Bayern und Österreich ins Allgäu nach Martinszell gereist um dort dieses Deutschlandweit einmalige Event, zu besuchen. (mehr …)

Comeback²

Am Maiwochenende gab es ein zweifaches Comeback.

Dem SV 1967 Sailauf gelang nach einer Dekade Regionalliga Abstinenz am letzten Spieltag in der Unterfrankenliga der Wiederaufstieg mit einem knappen 4,5:3,5 über Versbach.

Maßgeblichen Anteil hatte die erstarkte Sailaufer Jugend, der etablierte Alexander Zentgraf sowie der just für die Schlussrunde reaktivierte Spitzenspieler Thomas Aßmann, der an Brett 1 einen wichtigen Sieg einfuhr.

Insgesamt eine tolle Mannschaftsleistung aller Teammitglieder.

Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Infos und das Mannschaftsfoto unter:

http://schachfreunde-sailauf.de/

KL

Nina, pretty ballerina

Nina, pretty ballerina, now she is the queen of the chess floor …

Wer kennt ihn nicht, den melodischen ABBA Titel „Nina, pretty Ballerina“?

Bei den Bayerischen U14w tanzte die Großostheimerin Nina Kunisch ihre Gegnerinen allerdings auf dem Schachbrett aus.

5 ½ Punkte aus 7 Partien brachten ihr die Verteidigung ihres Vorjahrestitels ein.

 

2vr.: Lin Englert, BJEM U10w

Den Kadertrainern aus Bayern steht jedoch noch mehr Arbeit bevor: Der Unterfränkische Nachwuchs scheint nicht zu versiegen und aus der Großostheimer Talentschmiede wachsen bereits die nächsten Meisterinnen nach. Lin Englert erringt den Triumph in der jüngsten Bayerischen Kategorie der U10 Mädchen und das mit 6 von 7 Punkten!

KL

Queen of the Hill

U18w Siegerehrung: vlnr.: Referentin für Mädchenschach Hanna Marie Klek; Schilay,Eva; Klenk,Sofie; Alina Damrich

Was haben Alina Damrich vom SC Schweinheim und Schachgroßmeister David Navarra gemein?

Bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften der U18w auf Burg Wernfels schaffte Alina Damrich erstmals den Sprung auf’s Siegertreppchen. Sie konnte gegen stärkste Konkurrenz aus ganz Bayern, inklusive der Titelverteidigerin Sindy Kail aus dem eigenen Bezirk, den dritten Platz erreichen.

Die Leistung ist umso beachtenswerter, da Alina in Runde zwei die neu gekürte Bayerische Meisterin, Sofie Klenk vom SC Tarrasch München, bezwang.

Der dritte Platz ist neben den Schulschacherfolgen das persönliche Highlight ihrer Schachkarriere. Dass dies kein Zufallstreffer war, bestätigte Alina im Rahmenprogramm beim „King of the hill“, einer besonderen Schachvariante: Ein Blitzturnier bei dem man auch gewonnen hat, wenn der König eines der vier Zentrumsfelder erreicht. Nach sieben Runden stand Alina Damrich mit 6 Punkten als Siegerin unter 24 Teilnehmerinnen fest.

Großmeister David Navarra hätte seine wahre Freude an dieser Abart des Schachspiels, die einen luftigen König belohnt. Beorderte er doch in der berühmten Partie gegen den Polen Wojtaszek seinen König nicht nur Richtung der vier Zentrumsfelder – und ebenso geschickt daran vorbei ;-)) Kf1-f2-f3-f4-f5-f6-f7-f8-g8-h8 – er schickte ihn gleich zur benachbarten 8.ten Grundreihe und dort ins abgeschiedene Hinterzimmer h8!!

KL