ARTIKEL ZUM SCHLAGWORT: Turnier

Großmeister gewinnt Würzburger Hofbräupokal 2018

Von links: Schneider Ilja, Epishin Vladimir und Dr. Ostermeyer Peter Hinten Saftenberger Wolfgang (Turnierleiter) Foto: Lang Werner

Aus allen Teilen Deutschlands sind am vergangenen Wochenende 78 Schachspieler angereist, um den nunmehr in der 27. Auflage vom Schachverein Würzburg von 1865 veranstalteten „Würzburger Hofbräupokal“ zu gewinnen. Bemerkenswert bei dem Teilnehmerfeld war die enorme Spielstärke: Bis zum 25. Spieler lag die DWZ (Deutsche Wertungszahl) über 2000! Diese Zahl erreichen in der Regel nur sehr starke Vereinsspieler.

Nach Würzburg angereist war auch der russische Großmeister Vladimir Epishin, der einstige Sekundant von Weltmeister Karpov. Nach spannenden Spielen setzte sich Epishin gegen alle Konkurrenten durch und gewann das Turnier mit 6,5 Punkten aus 7 Partien. Mit gleicher Punktzahl verwies die um 0,5 Buchholzpunkte schlechtere Wertung den Berliner Ilja Schneider auf den 2. Rang vor dem für Rottendorf spielenden Dr. Peter Ostermeyer. Der direkte Vergleich zwischen Epishin (ELO 2551) und Schneider (ELO 2507) endete mit einem von beiden Seiten hart umkämpften Remis. Bis zur sechsten Runde führte noch Schneider aufgrund der besseren Buchholzwertung. Erst im letzten Spiel überholte ihn dann überraschend Vladimir Epishin.

Als beste weibliche Spielerin belegte die für den TSV Bindlach Aktionär spielende Internationale Meisterin Olga Birkholz den 26. Platz und musste dabei der hohen Spielstärke des Teilnehmerfeldes Tribut zollen.

Bester Senior mit 5 Punkten Konstantin Kunz (Kitzingen).Bester Jugendlicher Kornitzky Tino  FC Bayern München) mit 5,5 Punkten.

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89.Bayerische Schach-Einzelmeisterschaft

Lukas Schulz und Katharina Mehling sind die Titelträger

Auf dem Siegerfoto freuen sich die frischgebackenen Meister (am Tisch) Katharina Mehling und Lukas Schulz. Auf den Medaillenrängen (v.l.) Reiner Heimrath (2.), Barbara Niedermayer (Damen-3.), Kristin Braun (Damen-2.) und Eduard Miller (3.). Im Hintergrund Schirmherr OB Kay Blankenburg, KissChess-Initiator Dr. Hans-Joachim Hofstetter sowie Organisator, Schiedsrichter und USV-Vorsitzender Dr. Harald Bittner. Foto: Hermann Mehling

Bad Kissingen (wms). Spannung pur an den Brettern bei den Herren. Nach acht Runden im Hotel Astoria waren drei Denksportler Schulz, Heimrath und Miller mit je 6 Zählern punktgleich an der Spitze des Feldes, dicht gefolgt vom Topgesetzten Englert. Als dieser dann in der letzten Runde seine Partie gewann, standen die anderen unter Zugzwang. Doch gelang auch allen anderen der Spitzengruppe, ihre Partien zu gewinnen, und so war die Entscheidung über den Bayerischen Meister im Schach denkbar knapp gefallen; gerade mal ein halber Buchholz Punkt trennte auf dem sieben-Punkte-Niveau den Ersten vom Dritten. Lukas Schulz (SC Erlangen) hatte am Ende die Nase vorn. Rainer Heimrath (SC Noris-Tarrasch Nürnberg) holte wie im vergangenen Jahr den Vizemeistertitel nur getrennt durch die Bucholz Summen Wertung. Der Titelverteidiger von 2017, Eduard Miller (SC Erlangen) wurde Dritter. Auf Platz Vier landete der Unterfranke Fabian Englert (SK Klingenberg) mit einem halben Punkt Rückstand. (mehr …)

89. Bayerische Schach-Einzelmeisterschaft

26. August bis 01. September 2018 in Bad Kissingen

In Unterfranken finden die diesjährigen Bayerischen Titelkämpfe im Schachsport statt. Von Sonntag dem 26. August bis Samstag den 01. September gehen die Besten Denksportler Bayerns im Hotel Astoria in Bad Kissingen an den Start. Die Meisterschaften werden traditionell für Herren und Damen parallel ausgetragen. Im Neun Runden Turnier nach Schweizer System werden die Sieger am Brett ermittelt. Mit Eduard Miller vom SC Erlangen 48/88 und Oda Lorenz von SG Augsburg gehen beide Titelverteidiger ins Rennen. Bei den Herren zählen die beiden Internationalen Meister Fabian Englert (SK 1982 Klingenberg) und Christoph Singer (FC Bayern München) sowie die FIDE Meister Florian Ott (SC Erlangen 48/88) Dr. Gabriel Seuffert (SK Schweinfurt 2000) und Roland Schmid (SG Post/Süd Regensburg) zum Kreis der Favoriten. Bei den Damen kommen Barbara Niedermaier ( SC 1868 Bamberg), Katharina Mehling (SpVgg 1946 Stetten) sowie Kristin Braun (SC Jäklechemie Talente Franken) für den Titel in Frage. Neben den beiden Titeln für die Erstplatzierten gilt es auch für die jeweils zweiten sich dann für die Deutsche Schach-Einzelmeisterschaft zu qualifizieren. Für Spannung im Turniersaal in der Martin Luther Straße 1 ist also gesorgt. Zuschauer können kostenfrei die Spitzensportler bei ihrer Jagd nach Punkten beobachten. Um 09.00 Uhr beginnen die Vormittagsrunden. Um 15.00 Uhr ist Spielbeginn für die Runde am Nachmittag. Für den reibungslosen Ablauf des Turniers sind die beiden FIDE Schiedsrichter Simon Pernpeitner (SK Kelheim 1920) und Dr. Harald R. Bittner (SK 1933 Bad Neustadt) verantwortlich. Während der Titelkämpfe in der fränkischen Kurstadt wird auch ein abwechslungsreiches Begleitprogramm angeboten. Neben einer Stadtführung gibt es auch ein ELO ausgewertetes Blitzturnier in der Spielbank in Bad Kissingen. Auch eine Nachtwächter Führung und ein Turnier Simultan erwartet die Teilnehmer. Mit dem SK 1933 Bad Neustadt/Saale e.V. und Kiss Chess e.V. haben die beiden Ausrichter der Veranstaltung tolle Vorarbeit geleistet. Als Schirmherr fungiert der Oberbürgermeister Kay Blankenburg. (wms)

Ufr. Schnellschach-Einzelmeisterschaft 2018 erstmals in Würzburg – Lengfeld

Ufr. Schnellschach-EM im Bild v.l.n.r: Jannik Kiesel (DT Münnerstadt) Jugendpokal; Matthias Hofmann (SR/Orga; TSV Lengfeld); Thomas Steinhauser (SC Prichsenstadt) Bronzepokal; Claudia Reichert (DT Münnerstadt) Damenpokal; IM Fabian Englert (SK Klingenberg) Goldpokal; Klaus Michel (Giebelstadt) Hobby-Pokal; IM Peter Ostermeyer (TSV Rottendorf) Silberpokal; Andy Kurzack (SR; TSV Lengfeld).

Der TSV Lengfeld 1876 e. V. war am 9. Juni 2018 erstmalig Gastgeber für die Ausrichtung einer unterfränkischen Meisterschaft. Trotz der äußerlichen Hitze von über 30°C blieb es innerhalb der Kürnachtalhalle dank der Jalousien noch bis in die Nachmittagsstunden in Sachen Temperatur erträglich. Dagegen waren auf den Brettern hitzige Schlachten zu verfolgen, was natürlich v. a. der Spielstärke der anwesenden Teilnehmer geschuldet war. Nicht nur durch die Teilnahme der internationalen Titelträger IM Fabian Englert (SK 1982 Klingenberg), IM Dr. Peter Ostermeyer (TSV 1869 Rottendorf), FM Karl-Heinz Göhring (SK Schweinfurt 2000) und FM Heiner Siepelt (SV Würzburg 1865) war das Turnier hochkarätig besetzt.

Der Schnitt der nominell 10 besten Teilnehmer lag bei 2.170 TWZ. Der TSV 1869 Rottendorf stellte – als Patenverein des ausrichtenden TSV Lengfeld – mit 6 Spielern das größte Kontingent der 28 Teilnehmer. Das (erstmals ELO ausgewertete) Turnier verlief dank der Fairness aller Spieler zügig und ohne Komplikationen. Nicht einen einzigen Streitfall mussten die beiden Schiedsrichter Matthias Hofmann und Andreas Kurzack schlichten. Selbst die erst seit 2018 neuen bzw. verschärften FIDE-Regeln im Hinblick auf inkorrekte Züge und deren Konsequenzen bewältigten die Teilnehmer famos. So konnte das Turnier bei zunehmenden Außen- und dadurch auch leicht ansteigenden Innentemperaturen seinen Lauf nehmen. 7 Runden im Schweizer System waren zu bewältigen. Spätestens nach der 4. Runde hatten sich die beiden IM etwas vom Feld abgesetzt. Jedoch musste Ostermeyer in der letzten Runde auf einen Ausrutscher des führenden Englert hoffen, um noch den 1. Platz zu erreichen. Heiner Siepelt war der Auserwählte, dem diese Aufgabe zufiel, der bei einem eigenen Sieg auch noch unter die ersten drei Plätze hätten rutschen können. Doch an diesem Tag war IM Fabian Englert einfach nicht zu überwinden und so gewann er mit 6,5 Punkten aus 7 Partien und einem ganzen Punkt Vorsprung souverän die diesjährige ufr. Schnellschach-Meisterschaft. Herzlichen Glückwunsch! (mehr …)

50 Starter beim Schweinfurter Schach-Open 2018

Christian Bussard gewinnt vor Dr. Gabriel Seuffert!

Bereits zum 28. Male fand das Schweinfurter Open statt; gespielt wurde wie gewohnt von Fronleichnam bis Sonntag. Norbert Lukas (1. Vorsitzender) durfte sich heuer über 50 Meldungen freuen. Neben Walpurgisgericht (Fronleichnam in Oberndorf) und Volksfest (ab Freitag auf Volksfestplatz) lockte zum dritten Mal der Wildpark mit einem Elchkalb.

Gleich 36 Spieler wiesen eine internationale Wertungszahl (ELO) auf! Es waren Spieler aus dem gesamten unterfränkischen Raum vertreten und einzelne Starter aus Ober- und Mittelfranken, Niederbayern, München sowie Baden, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Das größte Kontingent stellte mit zehn Spielern der ausrichtende Schachklub Schweinfurt, der in diesem Jahr sein 125jähriges Jubiläum feiert.

Dazu fanden sich gleich acht vereinslose Spieler! 13 Senioren sowie 14 Kinder und Jugendliche spielten wieder beim freundschaftlichen Vergleich; „Jung und Alt trifft sich beim Schach in Schweinfurt“. Jüngster Teilnehmer war mit neun Jahren David-Andrei Valean Chen (Schweinfurt), ältester Teilnehmer war mit 81 Jahren Waldemar Grasmik (Bad Kissingen). Die Geldpreise im Gesamtwert von 1.000 Euro waren bis zur letzten Partie umkämpft.

Neun Spieler konnten am Fronleichnamstag beide Partien gewinnen. Am Freitag konnten nur die Schweinfurter Dr. Gabriel Seuffert und Udo Seidens auch die dritte Partie gewinnen. Das Vereinsduell gewann dann am Samstag Morgen FM Dr. Gabriel Seuffert für sich, der mit 4 aus 4 sicher das Feld anführte. Nachmittags kam es zum Spitzenduell gegen Christian Bussard (Niederkassel), der nur in Runde 3 ein Remis gegen FM Dr. Hans-Joachim Hofstetter (Bad Neustadt) abgab. Die Setz-Nr. 2 des Turniers konnte durch ein starkes Eindringen auf der zweiten Reihe den Unterfränkischen Meister bezwingen und die Tabellenführung erobern! Mit 4:1 Punkten waren auch Michael Schmid (Bad Königshofen) und Dr. Hans-Joachim Hofstetter (Bad Neustadt) in der Verfolgerrolle sowie überraschend Milos Milovanovic (Gottmadingen) und Thomas Gehrig (Maßbach).

In Runde 6 trennten sich Christian Bussard und Michael Schmid schnell Remis, so daß Dr. Gabriel Seuffert (durch einen Arbeitssieg gegen Thomas Gehrig) aufschließen konnte. Milovanovic und Hofstetter und Ziegler blieben durch ihr Remis mit 4,5 Punkten knapp zurück, während Georg von Zimmermann (München), Titelverteidiger Norbert Kuhn (Würzburg) und Samuel Maar (Bad Emstal) durch Siege zu Ihnen aufrückten. (mehr …)