Das Abstiegsgespenst
Dienstag, 24. März 2026Ein kurzer Blick weit zurück und dann wieder nach vorn auf die Lage vor dem letzten Spieltag.
Vor rund 25 Jahren war es noch recht schwer, zeitnah die Ergebnisse des vergangenen Spieltags zu erfahren, erst Donnerstags erschien die Schachspalte in der örtlichen Tageszeitung.
Damals gehörte Dettingen noch zu Unterfranken, der Kreis Mitte war noch nicht vereint und wir hatten regelmäßig eine unterfränkische Beteiligung in der 2. Bundesliga.
Und es gab allein auf Kreisebene in Spessart-Untermain 30 8er-Mannschaften, in MainSpessart 17 8er-Mannschaften, in MainDreieck 16 8er-Mannschaften und in Haßberge/Rhön 18 8er-Mannschaften.
Aber es gab einige Pioniere, die im Internet aktuelle Informationen zur Verfügung stellten:
Kreisspielleiter Erhard Nimbler für seinen Kreis mit der Webseite www.spessart-untermain.de
Pressewart Albrecht Fleckenstein brachte als Schach-Alf aktuelle Ergebnisse und Schachnachrichten 
Einen Überblick über die voraussichtlichen Auf- und Absteiger der Saison gab es nur auf der Mittelfrankenpage von Hans Schüssel zu finden:
Das Abstiegsgespenst, versehen mit diesem schönen Logo (wird in der Waybackmachine leider nicht angezeigt).
Von dieser Seite aus konnte man auf die Absteiger aus der Regionalliga NW schließen und von dort aus die Konsequenzen für Unterfranken ermitteln.
Heute geht das alles wesentlich unkomplizierter, das LigaOrakel ermittelt recht präzise die Wahrscheinlichkeiten für Auf- und Abstieg in den einzelnen Ligen.
Aus der Landesliga Nord gibt es nur einen Absteiger in die Regionalliga Nord-West

In der Regionalliga NW besteht noch eine geringe Gefahr für Mömbris, hierfür müsste aber Bamberg in Kitzingen die Überraschung gelingen und zusätzlich Mömbris in Höchstadt/Aisch verlieren.

Dann und nur dann gäbe es zwei Absteiger in der Unterfrankenliga und Prichsenstadt könnte Würzburg 3 auf dem Weg in die Bezirksliga begleiten.

Falls es zwei Absteiger aus der Unterfrankenliga gibt, wird die Lage in den Bezirksligen kompliziert. Es müsste ein dritter Absteiger gefunden werden durch den Vergleich von Mannschafts- und Brettpunkten der jeweils Vorletzten.
Hier käme es entscheidend darauf an, wie sich Erlenbach in Wertheim schlägt. Bei einem Erlenbacher Sieg oder einem 4:4 wäre Wertheim der zweite Absteiger der Bezirksliga West und in der Bezirksliga Ost bleibt es bei einem Absteiger.

Falls Wertheim knapp gewinnt, muss ein Verein der Bezirksliga Ost in den sauren Apfel beißen. Falls Wertheim hoch gewinnt, kommt auch noch Erlenbach als Absteiger in Frage.

Die ganze Rechnerei können wir uns natürlich sparen, wenn Mömbris den Klassenerhalt in der RLNW schafft. Dann gibt es in der Unterfrankenliga und den beiden Bezirksligen jeweils nur einen Absteiger. Also gilt: Daumen drücken für Kitzingen 1 und Mömbris 1, bitte macht uns das Leben ein wenig leichter.
Auf diesem Weg schon mal Gratulation an die bereits feststehenden Meister der Saison 2025/26:
Aschaffenburg in der Regionalliga Nordwest
Stetten in der Unterfrankenliga
Amorbach in der Bezirksliga West
Münnerstadt in der Bezirksliga Ost
Aschaffenburg 2 in der Kreisliga Spessart-Untermain

Kitzingen 3 in der Kreisliga Mitte

In der Kreisliga Haßberge/Rhön müsste Bad Kissingen schon mit 1,5:6,5 verlieren, um den Meistertitel noch an Bad Neustadt 3 abzugeben.

Allen Mannschaften viel Glück und Erfolg für den letzten Spieltag, den 26.04.2026
Gerold Hock
Bezirksspielleiter