ARTIKEL DER KATEGORIE: Turnier

Alzenau hat ein AsS im Ärmel

„Alzenau spielt Schach“. Und dies tut es ausgesprochen gut! Unter gleichnamigem Motto fand die nunmehr 7. Ausspielung 51 interessierte Spieler.

Dass der Ausrichter nach leichter Variation in den vergangenen Jahren das für Breitenschach bestens kompatible Format gefunden hat, zeigt der kontinuierliche Zuwachs an Teilnehmern, als auch die richtige Mischung aus Jung und Alt, Hobby- Freizeit-, Gelegenheits- und Vereinsspieler, weiblich & männlich, oder „grenzübergreifend“ Bayern und Hessen.

Zum vierten Mal wurde das Team Format „Jeder gegen Jeden“ in spielstärkegleichen Sechsergruppen ausgetragen. Waren es 2016 noch 33 Spieler in 6 Teams, traten 2017 45 Spieler in 8 Gruppen und am Wochenende 51 Teilnehmer in 9 Teams an.

Mit Pascal Neukirchner gewann dieses Mal ein Spieler vom Schachklub Gründau, der eigens mit dem Zug angereist war. Durch die Unbilden beim Umsteigen in Hanau musste er seine Partien zudem wegen bewährt bahntechnischer Verspätung und Verpassen des Anschlusszuges nachholen. Das war aber auch die einzige Zeitnotphase von Pascal, denn auf dem Brett konnte er alle Partien souverän für sich entscheiden.

Ein Gewinn ist das Breitenschachevent aber vor allem für die Teilnehmer, die in dem schönen Ambiente der alten Post im Zentrum Alzenaus mit exklusivem Burgblick beim Schnellschach (20 Minuten pro Partie) ihrem Hobby ohne jeglichen Leistungsdruck, aber doch mit einigem Ehrgeiz folgen konnten und sichtlichen Spaß dabei hatten.

Die Turnierleitung und Organisation um Siegfried Hüttinger und Heiko Paoli rundete das Schachevent mit der Übertragung von Live Partien im Internet und per Beamer im Spielsaal gekonnt ab:

http://www.schachclub-alzenau.de/index.php/695-live-uebertragungen-vom-7-alzenau-spielt-schach

Bei der abschließenden Siegerehrung empfing jeder Gruppengewinner ein Buchpräsent. Alle Turnierfotos wurden von  Carola Gaudl gemacht und können auf der Turnierseite http://www.schachclub-alzenau.de/index.php/696-beim-7-ass-fand-jeder-seinen-passenden-gegner in Kürze eingesehen werden.

Alzenau spielt Schach. Die achte Ausspielung ist bereits für den Herbst geplant –

Denn Alzenau hat immer ein AsS im Ärmel.

KL

 

 

Spielerischer Scharfsinn beim königlichen Spiel

69. Unterfränkische Schach-Einzelmeisterschaft noch bis Samstag im Pfarrzentrum St. Kilian.

Am Brett des fünfmaligen Meisters von Unterfranken, Dr. Hans-Joachim Hofstetter (am Brett rechts, gegen Timo Helm) eröffnet der Vorsitzende des USV, Dr. Harald Bittner die erste Partie des Turniers. Der Chef des gastgebenden SK Schweinfurt 2000, Norbert Lukas sieht zu. Die Partie endete nach 96 Zügen unentschieden. Schirmherr ist Oberbürgermeister Sebastian Remelé.

Bis Samstag messen sich 54 Schachfreunde im Wettkampf über neun Runden in Meisterklasse I und II sowie Hauptturnier. Dazu spielen 12 Senioren ihren Meister über 7 Runden aus. (mehr …)

FM Dr. Gabriel Seuffert an der Spitze

Nach zwei Drittel der Spielzeit bei den 69. Unterfränkische Einzelmeisterschaften in Schweinfurt schickt sich FM Dr. Gabriel Seuffert an, den Titel des „Meisters von Unterfranken“ nach 10 Jahren erneut für sich zu gewinnen. Mit 5,5 aus 6 Partien spielte er bereits gegen alle Mitfavoriten und schlug dabei im direkten Duell den Verfolger Udo Seidens, der zusammen mit FM Dr. Hans-Joachim Hofstetter, je 5 Punkte knapp folgen. Ein Farbtupfer in der M 1 ist die junge Medizinstudentin Katharina Mehling mit drei Punkten, die über eine Wildcard in die höchste Klasse aufstieg. Diesen Kredit hat sie eindrucksvoll bestätigt. Sie spielt unbekümmert und forsch und besiegte in Runde 6 den starken Königshofener Timo Helm. Die Meisterklasse 1 findet nach langen Jahren wieder einmal als Rundenturnier „Jeder gegen jeden“ statt.

Katharina Mehling macht den arivierten Spielern mit ihrem schwungvollen Schach das Leben schwer. Hier in der Erstrundenpartie gegen Fred Reinl aus Schweinfurt.

Die Meisterklasse 2 wird vom ungeschlagenen Dreigestirn Norbert Kuhn, Matthias Basel sowie Jonathan Simon mit 4,5 Punkten dominiert. Dahinter folgen erneut drei Spieler, die um den weiteren 4. Aufstiegsplatz wetteifern. Da das Feld dicht beieinander liegt, ist hier in den verbleibenden Runden noch alles möglich.

Im Hauptturnier liegt mit dem Sailaufer Thomas Elbert der Wertungsfavorit an der Spitze. Punktgleich mit 4,5 Zählern reihen sich Martin Herberich (Faulbach), Niklas Orf (Bad Neustadt) und der Mömbriser Manuel Simon ein.

Das von Wolfgang Max Schmitt neu aufgelegte Seniorenturnier findet guten Anklang. Es wurde letztmals 2010 in Kitzingen ausgetragen. Mit lediglich 7 Runden, traditioneller Bedenkzeit ohne beschleunigten Inkrementmodus und einem Rahmenprogramm tummeln sich zwölf 50plus Spieler, die nicht minder wettkämpferisch als die übrigen Teilnehmer um den Titel des Seniorenmeisters 2018 fighten.

KL

Ufr. EM in Schweinfurt eröffnet

Am Brett des fünfmaligen Meisters von Unterfranken, Dr. Hans-Joachim Hofstetter (am Brett rechts, gegen Timo Helm) eröffnet der Vorsitzende des USV, Dr. Harald Bittner die erste Partie des Turniers. Der Chef des gastgebenden SK Schweinfurt 2000, Norbert Lukas sieht zu. Die Partie entete nach 96 Zügen unentschieden.

Bei 56 Voranmeldungen befürchteten die Veranstalter bereits einen neuen Minusrekord, jedoch fanden sich am Eröffnungstag noch ein Dutzend spontane Teilnehmer ein, was bei zwei Ferngebliebenen immerhin 66 Aktive bedeutet. Zur M I fanden sich nur neun Starter ein, aufgerundet durch eine junge Dame. Die M1 läuft daher im Rundenturnier (Jeder-gegen-jeden), was in den Siebzigern mal Standard war. Seitdem gab es meist 14er bis 22er Titelturniere.
Die M2 liegt mit 22 Meldungen genau im Mittel der letzten 30 Jahre. Das Aufstiegsturnier liegt mit ebenfalls 22 knapp unter den ohnehin schwachen Zahlen der vier vorangegangenen Turniere seit 2014. Von 1990 bis 2013 lag der Schnitt im Aufstiegsturnier (früher „Hauptturnier“) bei 47 Sfr. — Statistiken für Interessierte
Nach 2008 (Rieneck) und 2011 (Gerolzhofen), wo sich jeweils 8 Teilnehmer zum Seniorenturnier einfanden, läuft heuer zum dritten Mal diese Spielklasse, und dies mit einem Dutzend Startern. Nachdem dies vom Veranstalter und vom Seniorenwart Wolfgang M. Schmitt eifrig beworben wurde und seit diesem Jahr auch die Altersgrenze auf 50 Jahre sank, ist dies ein erfreulicher Aspekt. Der Grund ist nicht, dass die „Alten“ nicht mit den „Jungen“ spielen wollten (die beiden ältesten Teilnehmer finden sich im Aufstiegsturnier); sondern zum einen in der klassischen Bedenkzeit (2 h /40 Z. plus 1 h /Rest im Gegensatz zur Fischer-BZ der anderen Klassen) zum anderen in der reduzierten Rundenzahl (nur7 Runden an sechs Tagen, lediglich eine Doppelrunde am Mittwoch), was auch das attraktive Rahmenprogramm aufwertet. Der DWZ-Schnitt kommt fast an die M2 heran.

Die Paarungen und Ergebnisse finden sich auf der USV-Seite unter „Ligen“ … Ufr. EM oder auf der Turnierseite des SK 2000 SW. Die Live-Partien bietet dieser Link.

HBi