Ladypower am Schachbrett
Freitag, 23. Oktober 2026
Blick auf die Spitzenbretter. Das Mürschter Siegertrio in der Schlussrunde an den vorderen Brettern (v.v.) Valentin Gehrig (3.) gegen Siegerin Lina Kastl und Marc Filbry (Bad Kissingen) gegen Vizemeisterin Claudia Reichert. Bildquelle: Dr. Harald Bittner, USV.
Anlässlich seines 150-jährigen Vereinsjubiläums richtete die Schachabteilung der TSV Bad Kissingen die Landkreismeisterschaft im Schnellschach aus. Sogar der Vorsitzende des Hauptvereins, Sebastian Häfner machte seine Aufwartung und richtete ein Grußwort an die Schachfreunde.
Diese erschienen zur Freude von Abteilungsleiter Andreas Binder zahlreich und brachten den Spielraum an seine Belastungsgrenze. Unter der routinierten Turnierleitung des langjährigen Bezirksvorsitzenden Dr. Harald Bittner schritt das Turnier reibungslos voran, selten musste er als Schiedsrichter eingreifen.

Der TSV-Spielraum war voll besetzt. Bildquelle: Dr. Harald Bittner, USV
Das 29-er Feld wurde von der Münnerstädter Fraktion vom Dicken Turm dominiert, die mit 12 Startenden (davon 4 Frauen) über 40 Prozent stellten, doppelt so viel wie der Ausrichter. Der SV Römershag (5), FC Frankonia Thulba (2) und SK Maßbach (1) komplettierten die Liste der heimischen Schachvereine und -abteilungen.
Bereits in den ersten Runden stolperten einige Favoriten, was die Ausgeglichenheit des Feldes betonte. Claudia Reichert sorgte für Paukenschläge, indem sie gegen die beiden in Kissingen wohnenden Topgesetzten vom SK Bad Neustadt gewann. Im direkten Vergleich der führenden Damen in der Vorschlussrunde behielt die amtierende bayerische Frauen-Meisterin Lina Kastl jedoch die Oberhand und fing mit dann 6 Punkten aus 7 Partien Reichert noch ab. Das nahezu rein Münnerstädter Siegertreppchen komplettierte Valentin Gehrig, der gleichauf mit Spitzenspieler Dr. Hans-Joachim Hofstetter den Bronzerang belegte (alle 5,5 Punkte). Dominik Nöth sicherte sich mit 5 Punkten Rang 5 und als Vereinsloser den Hobbyspieler-Pokal. Bester Jugendlicher (bis 18) wurde Georgios Petridis (Rang 9 mit 4 P., TSV Bad Kissingen) vor Alexander Kloster (10. mit 4 P.) und Samuel Hild (21., 3 P., beide Münnerstadt).
Neben dem Siegertrio und den besten Jugendlichen erhielten auch die jeweils besten ihrer Wertungsgruppe insgesamt zwölf Medaillen. Diese Ratingpreise gingen an Markus Klein (11. mit 4 P., Thulba), Bastian Schmitt (16., 3,5 P.) und Tino Wenzel (17., 3,5 P., beide Münnerstadt). Das B-Rating gewann Peter Schmitt (13., 4 P., Thulba) vor Ingo Riemey (14., 3,5 P. , Römershag) und Barbara Reichert (19., 3,5 P., Münnerstadt). Auch wenn manche Teilnehmer hinter ihren eigenen Erwartungen zurückblieben, konnten fast alle, die noch keine Rapid-ELO-Zahl hatten, eine solche internationale Wertungszahl erspielen. Bei zweien stimmte die Leistung, jedoch fehlt noch eine Partie gegen einen ELO-Träger. Kleine Sachpreise rundeten die Siegerehrung ab.
Die genauen Ergebnisse sind bei Chess-Results zu finden. Die nächsten Turniere dieser Art laufen in Bad Neustadt (Rhön-Grabfeld) und Gerolzhofen (SW-Land), siehe HP-Artikel vom 12.Okt. Auch sie werden vom USV gefördert.
Linkes Bild: Vizemeisterin Claudia Reichert und Turnierleiter Dr. Harald Bittner. Rechtes Bild: Der „Hobby“-Pokal für Nichtvereinsspieler ging an den Fünftplatzierten Dominik Nöth. Bildquelle Dr. Harald Bittner (USV)
(HBI)

