Nachruf Boris Fuks *1965 †2026
Donnerstag, 2. Juli 2026
Mit großer Bestürzung mussten wir zu Beginn der letzten Saison von der schweren Erkrankung unseres langjährigen Mannschaftskameraden Boris Fuks erfahren.
Jetzt ist Boris viel zu früh von uns gegangen. Mit seinem Tod verlieren wir nicht nur einen hervorragenden Schachspieler, sondern eine Persönlichkeit, die sich über viele Jahre in unserem Verein engagiert hat.
Boris kam aus seiner Heimat Russland nach Aschaffenburg, trat unserem Verein bei und verstärkte ab 2001 sehr zuverlässig unsere erste Mannschaft an den Spitzenbrettern. In 24 Jahren kam er dabei auf fast 200 Einsätze, er fehlte so gut wie nie. Wir bewunderten immer seine umfangreichen Eröffnungskenntnisse, seine Weitsicht, aber auch seine besonderen taktischen und strategischen Fähigkeiten auf dem Schachbrett. Er nahm immer sehr erfolgreich an allen vereinsinternen Meisterschaften teil, so gewann er das Schnellschachturnier 2003, 2005, 2009, 2011 & 2012, 2015 & 2016 und 2018. Ebenso erfolgreich war er bei der Vereinsmeisterschaft, die er 2005 bis 2007 und 2010 bis 2017 immer für sich erringen konnte. Ganz besonders gern spielte er Blitzschach, dieses Turnier konnte er 2005 und 2007 bis 2017 zwölfmal gewinnen, was ihn unvergessen machen wird.
Sein Wissen gab er mit großer Hingabe, pädagogischem Geschick und viel Geduld an unzählige Kinder und Jugendliche weiter, die er während seiner Tätigkeit als Jugendtrainer, auch an verschiedenen Schulen in Aschaffenburg, unterrichtete. Er begleitet sie nicht nur im Training, sondern auch auf vielen Turnieren. Dort saß er vor einem Brett und wartete auf seine Schülerinnen und Schüler. Jede Partie wurde sofort analysiert und er gab noch einen Tipp für das nächste Spiel mit. Bei jedem Sieg seiner Schützlinge strahlten seine Augen und man konnte den Stolz auf seine Kinder sehen.
Darüber hinaus war Boris ein ausgeglichener, ruhiger und stets liebenswerter Mensch, für den das Mannschaftsergebnis im Vordergrund stand. Nach Siegen zeigte er sich bescheiden, immer bereit, die Partie mit seinem Gegner zu analysieren. In der Niederlage hatte er die Größe diese einzugestehen und dem Gegner Respekt zu zollen. Er wird unserem Verein sehr fehlen.
Was viele von Boris nicht wussten ist, dass er ein begnadeter Klavierspieler war. Er liebte die Musik und das Tanzen mit seiner Frau Svetlana. Außerdem spielte er gerne Tischtennis und begleitete seine Kinder bei ihren Wünschen.
Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Frau Svetlana sowie seiner gesamten Familie. Wir wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit.
Schachclub Aschaffenburg e.V.
Peter Lutz im Namen der Vorstandschaft und aller Mitglieder