ARTIKEL ZUM SCHLAGWORT: Turnier

BYE-Regelung erklärt

Da die Ausschreibung zugegebenermaßen wenig Platz für die bye-Regelung hergibt, und im Forum schon die erste Nachfrage dazu gibt, habe ich mal eine Erklärung erstellt.

Der Begriff „bye“ bedeutet im englischen soviel wie „Freilos“. Dieser  Begriff hat sich in renommierten Schachturnieren (Isle of Man, ACO Amateur Weltmeisterschaft, Reykjavik-Open etc) etabliert und bedeutet die Möglichkeit ein Freilos (zum vorgegebenen Zeitpunkt: bei der UEM vor der nächsten Rundenauslosung) zu nehmen. Anstatt wie im Schach zumeist bekannt eine „kampflose Niederlage“ eingetragen zu bekommen, wird der Spieler nicht ausgelost aber erhält automatisch einen halben Punkt. Hierdurch sind verschiedene Vorteile verbunden, wie z.B.

– Start ab späterer Runde möglich, wenn man nicht ab dem ersten Tag teilnehmen kann
– Vermeidung von (gerade mit steigendem Alter) anstregenden Doppelspielrunden
– freier Tag um sich zu erholen und/oder außerschachlichen Aktivitäten am Urlaubs-/Spielort nachzugehen

Natürlich kann jede positiv gemeinte Regeländerung auch missbraucht werden, was aber aufgrund gewisser Einschränkungen reduziert/vermieden wird:
– bye in der letzten Runde könnte für einen sicheren halben Punkt genutzt werden, daher sind üblicherweise Endrunden verboten (bei der UEM in den beiden letzten Runden)
– bye in der ersten Runde, um nicht in die Gefahr einer „Favoritenniederlage“ gegen einen wesentlich schlechter gewerteten Gegner (wie im Schweizer System üblich) zu kommen (bei der UEM nicht eingeschränkt, da der Vorteil für mehr mögliche Teilnehmer, dem geringenm Nachteil der DWZ-Zahl-Optimierung überwiegt)

Die positiven Aspekte haben in den bekannten Turnieren zu immer größerer Beliebtheit der „Bye-Regelung“ geführt und wird daher in der UEM angetestet, um das Turnier attraktiver/flexibler zu gestalten.

Mirco Süß

9. Bad Königshofen Open – Kampf um den schwarzen Grabfeld-Springer

Bad Königshofen: zwischen den Jahren ein tolles Schachturnier zu spielen, das ist der Anspruch des SC 1957 Bad Königshofen. Turnierschach und auch ein bisschen Urlaub vom Alltag, das bietet die 19. Ausspielung um den schwarzen Grabfeld-Springer. Ob Thermen Besuch mit Schwimmen oder Sauna, ausgedehnte Spaziergänge oder nur die kulinarischen Genüsse der idyllischen Stadt im Grabfeld genießen, das macht für Jung oder Alt, aber auch für Familien den Reiz dieses Turniers aus. Jürgen Müller, internationaler Schiedsrichter freut sich schon darauf, seine Gäste vom 27.12. bis zum 30.12.2022 im großen Kursaal neben der angrenzenden Frankentherme zu begrüßen. Es werden sieben Runden mit der Bedenkzeit Fischer Kurz, 90 Minuten für 40 Züge plus 30 Minuten bei einer Zeitgutschrift von 30 Sekunden pro Zug gespielt. Titelverteidiger Andreas Peschel (SG Solingen) freut sich schon auf die Reise nach Unterfranken. Insgesamt können die Spieler auf einen Preisfonds von 1.200 Euro freuen.

Doch auch Damen und Jugendliche können Preise ergattern. Das ganze wird dann noch mit Ratingpreisen garniert. Das Turnier wird auch ELO und DWZ ausgewertet. Seit mehreren Jahren hat sich Bad Königshofen zu einem Turnierschach Standort etabliert.

Es werden Schachfreunde aus Thüringen, Hessen, NRW, Allgäu und Bayerischer Wald zu den Brett-Duellen erwartet. Auch aus Unterfranken gibt sich die regionale Schachelite ein Stelldichein. (wms)

Anmeldungen bitte an Jürgen Müller

Ausschreibung

WÜ 1865 ist ufr. 4er Schnellschach-Meister

Das erste Turnier nach der Corona-Pause, das noch zur Saison 21/22 zählt, richteten die SF Sailauf mustergültig aus; Vorsitzender Uwe Maiwald und seine Crew sorgten für das Ambiente, Winfried „Wünschel“ Karl organisierte das Turnier. Das Turnier lief in entspannter Atmosphäre, das SchiRi-Team (H. Bittner, W. Karl und M. Veldkamp) war neben Verwaltungsaufgaben fast nur wegen unerwünschter punktueller Sonneneinstrahlung gefordert.

Leider kamen nur acht Teams zusammen, dafür konnte ein gerechtes Rundensystem gespielt werden. Das Los führte die Favoriten gleich in der ersten Runde zusammen, wo SV WÜ ’65 (auf dem Foto rechts) den besseren Kaltstart gegen TSV Rottendorf hinlegte. In der Folge gaben sich beide Teams keine Blöße mehr und gewannen alle Matches. Nur SK Aschaffenburg konnte noch mithalten, unterlag den Führenden jedoch zweimal knapp und landete auf dem Bronzerang. Kein Team blieb punktlos. –> Endtabelle
Brettbeste waren Magnus Junker (Sailauf, 6½ aus 7) am Spitzenbrett, Jo Helgert (WÜ, 7/7), Tom Haasner (Rottendorf, 6½) und Can Ersöz (WÜ, 6).

Das Siegerfoto zeigt (v.l.) Can Ersöz, Joachim Helgert, Pascal Eichenauer und Norbert Kuhn.

Das entsprechende Turnier 22/23 soll im Oktober in Erlenbach /MAR steigen.
Text und Fotos: HBi

 

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