Unterfränkischer Schachverband e.V.
Bezirksverband des Bayerischen Schachbundes im Deutschen Schachbund e.V.
und Bayerischen Landessportverband

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Ladypower am Schachbrett

Blick auf die Spitzenbretter. Das Mürschter Siegertrio in der Schlussrunde an den vorderen Brettern (v.v.) Valentin Gehrig (3.) gegen Siegerin Lina Kastl und Marc Filbry (Bad Kissingen) gegen Vizemeisterin Claudia Reichert. Bildquelle: Dr. Harald Bittner, USV.

Anlässlich seines 150-jährigen Vereinsjubiläums richtete die Schachabteilung der TSV Bad Kissingen die Landkreismeisterschaft im Schnellschach aus. Sogar der Vorsitzende des Hauptvereins, Sebastian Häfner machte seine Aufwartung und richtete ein Grußwort an die Schachfreunde.

Diese erschienen zur Freude von Abteilungsleiter Andreas Binder zahlreich und brachten den Spielraum an seine Belastungsgrenze. Unter der routinierten Turnierleitung des langjährigen Bezirksvorsitzenden Dr. Harald Bittner schritt das Turnier reibungslos voran, selten musste er als Schiedsrichter eingreifen.

Der TSV-Spielraum war voll besetzt. Bildquelle: Dr. Harald Bittner, USV

Das 29-er Feld wurde von der Münnerstädter Fraktion vom Dicken Turm dominiert, die mit 12 Startenden (davon 4 Frauen) über 40 Prozent stellten, doppelt so viel wie der Ausrichter. Der SV Römershag (5), FC Frankonia Thulba (2) und SK Maßbach (1) komplettierten die Liste der heimischen Schachvereine und -abteilungen.

Bereits in den ersten Runden stolperten einige Favoriten, was die Ausgeglichenheit des Feldes betonte. Claudia Reichert sorgte für Paukenschläge, indem sie gegen die beiden in Kissingen wohnenden Topgesetzten vom SK Bad Neustadt gewann. Im direkten Vergleich der führenden Damen in der Vorschlussrunde behielt die amtierende bayerische Frauen-Meisterin Lina Kastl jedoch die Oberhand und fing mit dann 6 Punkten aus 7 Partien Reichert noch ab. Das nahezu rein Münnerstädter Siegertreppchen komplettierte Valentin Gehrig, der gleichauf mit Spitzenspieler Dr. Hans-Joachim Hofstetter den Bronzerang belegte (alle 5,5 Punkte). Dominik Nöth sicherte sich mit 5 Punkten Rang 5 und als Vereinsloser den Hobbyspieler-Pokal. Bester Jugendlicher (bis 18) wurde Georgios Petridis (Rang 9 mit 4 P., TSV Bad Kissingen) vor Alexander Kloster (10. mit 4 P.) und Samuel Hild (21., 3 P., beide Münnerstadt).

Neben dem Siegertrio und den besten Jugendlichen erhielten auch die jeweils besten ihrer Wertungsgruppe insgesamt zwölf Medaillen. Diese Ratingpreise gingen an Markus Klein (11. mit 4 P., Thulba), Bastian Schmitt (16., 3,5 P.) und Tino Wenzel (17., 3,5 P., beide Münnerstadt). Das B-Rating gewann Peter Schmitt (13., 4 P., Thulba) vor Ingo Riemey (14., 3,5 P. , Römershag) und Barbara Reichert (19., 3,5 P., Münnerstadt). Auch wenn manche Teilnehmer hinter ihren eigenen Erwartungen zurückblieben, konnten fast alle, die noch keine Rapid-ELO-Zahl hatten, eine solche internationale Wertungszahl erspielen. Bei zweien stimmte die Leistung, jedoch fehlt noch eine Partie gegen einen ELO-Träger. Kleine Sachpreise rundeten die Siegerehrung ab.

Die genauen Ergebnisse sind bei Chess-Results zu finden. Die nächsten Turniere dieser Art laufen in Bad Neustadt (Rhön-Grabfeld) und Gerolzhofen (SW-Land), siehe HP-Artikel vom 12.Okt. Auch sie werden vom USV gefördert.

Linkes Bild: Vizemeisterin Claudia Reichert und Turnierleiter Dr. Harald Bittner. Rechtes Bild: Der „Hobby“-Pokal für Nichtvereinsspieler ging an den Fünftplatzierten Dominik Nöth. Bildquelle Dr. Harald Bittner (USV)

(HBI)

Nächster Titelgewinn für WGM Jana Schneider

Glückwunsch an die Hochschulweltmeisterin WGM Jana Schneider. Bildquelle: DSJ

Unser USV Ehrenmitglied WGM Jana Schneider zeigt sich 2026 weiterhin in Topform! Nach dem klaren Sieg in der Deutschen Fraueneinzelmeisterschaft im Juli in Dresden gewinnt sie im Oktober die HochschulWELTmeisterschaften, die im chinesischen Liaocheng ausgetragen wurden. Mit 7,5 Punkten aus 9 Runden und keiner verlorenen Partie hatte Jana in der Endtabelle die Nase ganz weit vorne im starken internationalen Teilnehmerfeld. Eine beeindruckende Leistung nur 14 Tage nach ihrem Studienabschluss. Zu beidem möchten wir Jana ganz herzlich gratulieren!

Ausführliche Berichte, auch über die anderen deutschen Teilnehmer, finden sich auf der Seite des DSB: BERICHT

(MVE)

Schnellturniere in den Landkreisen

Die etwas eingeschlafene Tradition der Schnellturniere um die Landkreis-Meisterschaften lebt wieder auf. Spielberechtigt sind jeweils Sfr., die im Landkreis wohnen (Haupt- oder Neben-Wohnsitz) oder für einen USV-Verein des Landkreises gemeldet sind. Die Turniere werden für Rapid-ELO ausgewertet, Vereinslose (Hobby-)Spieler sind willkommen.

Nach Volkach (Pfingstsonntag) bildet das Turnier in Bad Kissingen den herbstlichen Auftakt am kommenden Sonntagnachmittag, gefolgt von Bad Neustadt (Rhön-Grabfeld) im November und Gerolzhofen (SW-Land) an Nikolaus. Über die angegebenen QR-Codes ist der Meldestand und am Turniertag die laufenden Ergebnisse einsehbar.
Auch der Impulsgeber für dieses Format, der Theres-Cup (für nicht-Vereinsspieler) beschließt wieder dieses Jahr; diesmal mit der Jubiläums-Auflage zum 20. Mal.

Wer in diesem oder nächsten Jahr ein solches Turnier (½ Tag) ausrichten möchte, wende sich an Dr. Harald Bittner.

HBi

Ergänzung GH:
Auch in Mömbris findet am 14.11. ein Schnellschachturnier statt (als offenes Turnier, nicht als Landkreismeisterschaft)

Dähne-Pokal 2026/27

Die erste Runde des Dähne-Pokal (Einzelpokal) 26/27 auf Kreisebene steht an in Mitte/Ende Oktober an folgenden zentralen Spielorten:

Montag, 19. Oktober in Lengfeld

Mittwoch, 21. Oktober in Alzenau

Freitag, 23. Oktober in Bad Neustadt

Mittwoch, 28. Oktober in Erlenbach bei Marktheidenfeld

Freitag, 30. Oktober in Schweinfurt

Anmeldeschluss ist jeweils um 18:45 Uhr, also 15 Minuten vor Spielbeginn.

Ergebnisse auf Chess-Results

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10 Fragen an Lina Kastl

Lina im März 2026 bei einem Ausflug von Seubrigshausen in Richtung Thundorf. Zur Erholung in der Pause war natürlich das Schachbrett mit im Gepäck. Wer die Partie gewonnen hat, ist nicht überliefert. Bildquelle: Lina Kastl.

Wer in Unterfranken Turniere besucht, hat Lina bestimmt schon einmal gesehen. Oder vielleicht sogar schon einmal gegen sie gespielt? Meistens kommt Lina nicht alleine, sondern wird von Vereinskollegen vom Dicken Turm Münnerstadt begleitet (was für ein Vereinsname! genial). Die Themen Verein, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl werden weiter unten noch eine Rolle spielen. Der Eindruck, den man gewinnt: eine fröhliche junge Frau, die abseits des Schachbretts viel lacht, am Schachbrett aber hochkonzentrierte Höchstleistungen erzielt. Und so freuen wir uns sehr, dass sie sich an unserer kleinen Interviewreihe beteiligt.

Lina ist 21 Jahre jung und wohnt bei ihrer Familie in Seubrigshausen, einem Stadtteil von Münnerstadt. Mit insgesamt 6 jüngeren Geschwistern kann man sich vorstellen, dass es da nicht langweilig wird. 2023 hat Lina ihr Abitur in Münnerstadt gemacht und ist aktuell in der Ausbildung zur Justizfachwirtin. Neben Schach gilt ihre Leidenschaft der Musik, schon mit 8 Jahren stellte sie sich den Herausforderungen des Saxophons und hat seitdem große Freude für die Musik entwickelt, sodass noch die Instrumente Klavier, Akkordeon, Gitarre und Bass dazugekommen sind. Ganz sicher nicht die einfachsten Musikinstrumente!

Neben der Tätigkeit im Schachverein engagiert sich Lina zusätzlich in der Kirche als Oberministrantin sowie als Kantorin und ist Mitglied im Pfarrgemeinderat.

Eine sehr vielseitige junge Frau mit Ansichten, die zum Nachdenken anregen. Neugierig geworden? Viel Spaß beim Lesen der 10 Fragen an Lina Kastl

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